Rollwagen fürs Büro aus altem Teewagen

Rollwagen fürs Büro

Dieser Rollwagen fürs Büro war einmal ein ziemlicher hässlicher Teewagen …

Rollwagen fürs BüroRollwagen fürs BüroAber dann kam Thomas Klotz! Thomas ist Moderator der neuen RTL-Sendung „Schätze aus Schrott“. Und ich einer der Handwerker, die für ihn aus alten Möbeln neue Möbel angefertigt haben. Am Sonntag, 21. Oktober 2018, konnten RTL-Zuschauer nun diesen knallig-roten Rollcontainer sehen. Und damit ihr genauer erfahrt, wie ich das Wägelchen aufgehübscht habe, berichte ich euch hier anhand von Fotos, wie ich die Verwandlung bewerkstelligt habe. Vielleicht hat ja der ein oder andere auch so einen langweiligen Teewagen zuhause und möchte ihn ein wenig aufpeppen? Gerne könnt ihr auch einen Platz in einem meiner Upcycling-Workshops buchen und das Möbel mitbringen. Hier lest ihr schon mehr zu den Kursen. Ihr dürft nämlich eure eigenen alten Schätzchen in diesem Workshop unter Anleitung verschönern. Alternativ fertige ich natürlich auch gerne Aufträge für euch an. Wenn ihr einen ähnlichen Teewagen auch in einem neuen Outfit haben möchtet, kontaktiert mich gerne per Mail oder Telefon.

So rollte der alte Servierwagen hin und her durch meine Werkstatt

1. Zuerst einmal habe ich natürlich die Stabilität des Teewagens geprüft: Alles war komplett heil und in Ordnung. Auch die Räder fuhren noch einwandfrei. Keine Risse im Holz, keine wackeligen Streben. Puh, das war schon mal gut.

2. Also rauf auf die Werkbank: gründlich putzen mit Seifenwasser, Räder abziehen, die Holzringe an den Löchern der Flaschenhalter demontieren.

3. Und dann: Welche Farbe gefällt mir? Ich hatte mit Thomas schon geklärt, dass ich den Teewagen mit echtem Zeitungspapier veredeln will. Als Kontrast zu dem Schwarzweiß gefiel mir schließlich Knallrot am besten. Zumal ich wusste, dass es in vielen Zeitungen aus meinem Fundus immer mal rote Überschriften gibt, zum Beispiel in der New York Times. Das würde dann hübsch korrespondieren.

4. So, immer wenn ich mit Lack UND Papier arbeite, muss ich vorher wirklich genau überlegen, welches Material ich wo einsetze. Sollen es nur Außenseiten mit Farblack sein? Oder auch innen? Wo hört die Lackierung auf, wo beginnt das Upcycling mit Papier? Dafür habe ich den Tisch echt mehrmals vor und zurück gedreht, auf den Kopf gestellt und auf die Seite gelegt. Nun hatte ich allerdings nicht allzu viele Tage Zeit für die Produktion, denn Thomas Klotz wollte den Rollwagen fürs Büro schnell wieder abholen, um ihn zu verkaufen. Also entschied ich mich, nur die glatten Flächen, sprich die Ablagen oben, unten und das Brett in der Mitte mit Zeitung zu bearbeiten.

Die eigentliche Arbeit für den „Schatz aus Schrott“ beginnt mit dem Lackieren

5. Es geht los mit dem Lackieren: Das muss ich immer zuerst machen. Würde ich erst die Zeitung verkleben, würde ich diese beim späteren Anmalen ja „übermalen“. Ich habe knallig-roten Acryllack verwendet. Der ist ungiftig, trocknet schnell, lässt sich gut streichen. Ich habe aber zweimal lackiert, damit das Rot schön leuchtet. Folgende Bereiche habe ich rot gestrichen: Alle Streben und alle Unterseiten.

6. Die internationalen Zeitungen habe ich bereits in kleinere Rechtecke und Quadrate zugeschnitten und dabei auch auf die Texte geachtet. Alle Fotos habe ich herausgeschnitten, die hätten in diesem Fall nur abgelenkt vom einheitlichen Design. Perfekt war, dass ich gleich beim Sortieren auf eine Anzeige stieß mit dem Text „Work Smart Office“ – wie gut passten diese Worte denn zu einem Rollwagen fürs Büro? Super, oder? Den Schnipsel habe ich erst ganz zum Schluss aufgeklebt!

 

7. Ich beginne immer an den schwierigen Stellen. Beim Teewagen waren es die Löcher, in die früher Flaschen gestellt wurden. Jetzt können darin z.B. Stiftebecher eingehängt werden… Und dann arbeite ich mich Stück für Stück über die gesamten Holzflächen. Das Mittelbrett hatte ich dafür herausgenommen. Trotzdem musste ich mich für das untere Fach ständig in den Teewagen hineinquetschen 🙂 – mit beiden Händen, dem Papier, dem Pinsel – und meinem Kopf, damit ich sehe, was ich tue.

8. Geschafft! Mehrfach kontrolliere ich, ob alles sauber gearbeitet ist. Und dann gebe ich vier bis sechs Schichten feinen Klarlack auf, damit der lustige Rollcontainer auch mal abgewischt werden darf. Als ich damit schließlich fertig war, habe ich die Rollen wieder angeschraubt … Und Thomas kam, um den Rollwagen abzuholen.